3.Classic-Shorttrack am 9. April 2022 – In memoriam Hermann Waldy sen.

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Ausschreibung und Nennformular sind online!
Einmal mehr versuchte das 1. C.A.R. Team Ferlach in der Pandemie-Zeit neue Wege zu beschreiten und schrieb erstmals in Kärnten den „
Classic-Shorttrack“ aus.
Nach einem durchschlagenden Erfolg dieses 1. Kärntner „Classic-Shorttracks“ am 29. Mai 2021, wurde – auf Wunsch aller Oldtimer-Piloten die an diesem Event teilnahmen – diese spannende Veranstaltung am 23. Oktober 2021 nochmals wiederholt.
Auch zu diesem Termin fanden sich zahlreiche sportliche Oldtimer-Piloten auf dem ÖAMTC-Fahrtechnikzentrum in Mail ein und erlebten extrem spannende Ausscheidungskämpfe; so gab es im Grande Finale zwischen den beiden Sieganwärtern ein zusätzliches Stechen, da beide im ersten Duell genau gleiche Abweichungen zu den Sollzeiten erzielt hatten.

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Was ist „Shorttrack“

Shorttrack ist eine Disziplin des Eisschnelllaufs, die seit 1992 olympisch ist.
Die Rennen werden dabei auf einem Rundkurs ausgetragen; der Sieger wird in einem über mehrere Runden führenden Wettbewerb im KO-System ermittelt. Pro Lauf starten vier bis acht Läufer. In jeder Runde scheidet der Letzte aus.

Zwei bis drei Läufer, d.h. die Gewinner der Vorläufe kommen in die nächste Runde.
Es gibt Qualifikations-, Semifinal- und Final-Läufe.

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Urheber: Republik of Korea, Wiki Common

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Foto: Maganetti Cristian –  inedita wikipedia

Nach dem gleichen Wertungs-Modus werden die Sieger im Classic-Shorttrack (CST) für Oldtimer ermittelt.
Ausschlaggebend beim Classic-Shorttrack ist – zum Unterschied zum Eisschnelllauf – aber nicht die erzielte, schnellste Zeit, sondern das Einhalten vorgegebener Gleichmäßigkeits-Zeiten zwischen Messpunkten.

In jeder Runde scheidet das Team mit den meisten Strafpunkten aus.

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Im US-Motorsport versteht man unter „Short tracks“ die typischen Speed-Ovale mit einer Streckenlänge von 0,8 bis 3 km. In diesen ovalen Arenen holen sich die US-amerikanischen Motor-Racer ihre ersten Erfahrungen für den Renn-Motorsport.

Wir aber wollen nicht Motorsportler mit Racing-Ambitionen ansprechen, sondern Piloten, die mit ihren schönen Oldtimern an einem sportlichem Gleichmäßigkeits-Bewerb interessiert sind und dabei etwas Abwechslung bzw. etwas Neues suchen.
Als Austragungsort haben wir daher auch nicht ein „US-Nudel-Oval“ gewählt, sondern das ÖAMTC-Fahrtechnik-Zentrum in Mail

Classic-Shorttrack, 29. Mai 2021, auf dem ÖAMTC-Fahrtechnik-Gelände in Mail, Kärnten, Qualifikationslauf-2
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Teilnahmeberechtigt sind alle Automobile ausgenommen Militärfahrzeuge, Lastkraftwagen, Autobusse. Es gibt keine Baujahrs-Beschränkung.
Die Fahrzeuge müssen zugelassen sein und der STVO entsprechen.

Der „Classic-Shorttrack“ findet am Samstag, 9. April statt

Zeitplan:
Administrative Abnahme        9. April   16:00 – 16.45 Uhr  
Ort:                                         Mail, Fahrtechnik-Zentrum

Fahrerbesprechung:               9. April             16:45 Uhr     

Start Gruppe Q1                     9. April              17:15 Uhr 

Siegerehrung                         9. April              ca.19.15 Uhr 

Hier geht es zur          >>>    CTF-Ausschreibung (pdf)
                                   >>>   
 Online-Anmeldung für den CST

Der 3. Classic-Shorttrack zählt als Wertungslauf des Kärntner-Classic-Cup 2022 (KCC). Für den KCC ist eine eigene Nennung (30 €) notwendig. Zum KCC-Nennformular 

Da am „Classic-Shorttrack“ alle Fahrzeuge ohne Baujahrs-Beschränkung teilnehmen dürfen, wird eine eigene Wertung für Fahrzeuge bis Baujahr 31.12.2001 erstellt. Die Wertung für den Kärntner-Classic-Cup für diese Fahrzeuge ist ein Auszug aus der Gesamtwertung.

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WALDY Hermann

WALDY HERMANN sen.
1948 geboren ist wohl das bekannteste Klub-Mitglied unseres Teams.

Der Kärntner aus Feldkirchen begann seine Karriere 1968 als Rallyefahrer mit Heckmotorboliden (Simca 1000, NSU TTS), wechselte 1972 zum Autocross, wo er 49 Siege einfuhr und fand neben seiner Anstellung beim Schuhproduzenten ARA auch noch Zeit sich zwei Skijöring-Staatsmeistertitel zu sichern.
1987 folgte der nächste Karriereschritt in den Bergrennsport, dem er die folgenden 30 Jahre die Treue hielt. Seinen ersten Gesamtsieg feierte er 1990 beim ehemaligen ÖM-Lauf Ustecka 21‹ im damals noch tschechoslowakischen Usti nad Orlici auf einem Tiga-Yamaha.

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2006 | Klubmitglied Hermann Waldy Sieger des 1. Bergrennens 2006

Im Jahr 2000 saß er erstmals in einem F3000-Boliden. Der größte Erfolg unter den 25 Gesamtsiegen war sicher der Triumph beim Rechberg-Rennen 2004 auf Reynard-Judd 94D, wo er den Slowaken Jaroslav Krajči und den angehenden Europameister dieses Jahres, den Italiener Giulio Regosa, hinter sich ließ. 2004, 2006-2008 und 2011 sicherte er sich den Bergstaatsmeistertitel bei den Rennwagen und hatte 2016 noch einmal die große Chance auf einen sechsten Titel. Aufgrund seiner Krankheit konnte er diese aber beim letzten Saisonrennen in Cividale de Friuli nicht mehr wahrnehmen.

Knapp ein halbes Jahr später schien er sich so weit erholt zu haben, dass er noch einmal am Rechberg antrat, wo er sich jedoch im ersten Rennlauf überschlug – aufgrund eines technischen Defekts wie sich später herausstellte.

Nur wenige Tage vor dem vorletzten Lauf zur Berg-ÖM 2017 hat Hermann Waldy das härteste Rennen seiner 40 Jahre dauernden Karriere endgültig verloren. Im 70. Lebensjahr erlag er einer schweren Krankheit, gegen die er seit 2015 hartnäckig angekämpft hatte.

Beim 1. C.A.R. Team Ferlach war Kärntens bekanntester Motorsportler seit Jahrzehnten Mitglied und auch im Organisationsteam des Bergrennens St.Urban-Simonhöhe tätig.
Sein Sohn Hermann Waldy jun., Mehrfach-Staatsmeister und – wie der Vater – Mitglied unseres Klubs, stiftete die Original-Pokale für die Sieger des 3. Kärntner Classic-Shorttracks.
Herzlichen Dank !

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