Sehenswerte Oldtimer bei der FIZZERS-Karawanken-Classic im Mai 2023!

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Es ist zwar noch rund 1 Monat Zeit bis zum 1. Nennungsschluss der FIZZERS-Karawanken-Classic am 20. März 2023, aber die Zeit vergeht rasend schnell. Wir dürfen Euch hier wieder ein schönes und sehenswertes Fahrzeug vorstellen, das am 12. Mai 2023 in der Sonderklasse „Karawanken-Classic-Historic-Spezial“ in Pörtschach am Wörthersee an den Start gehen wird: Einen Fiat 522C, Baujahr 1931.

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Der stolze Besitzer dieses seltenen Oldtimers ist der Lavanttaler Gebhard Fellner. Sowohl als Sammler edler Fahrzeuge, als auch als Teilnehmer an internationalen und nationalen Classic-Events hat sich der Kärntner einen Namen gemacht. Dabei hat nicht nur Gebhard, sondern die ganze Familie Fellner Benzin im Blut! Gattin Birgit begleitet Gebhard bei verschiedenen Oldtimer-Veranstaltungen und navigiert ihren Gatten stets auf Spitzenplätze. Tochter Anna-Sophia zählt schon seit vielen Jahren zu Österreichs Top-Co-Pilotinnen; anfangs mit dem bekannten Kärntner Puch-Treiber Vinzenz Pippan unterwegs, navigiert sie bei der FIZZERS-Karawanken-Classic ihre Pilotin Anna-Sophia Pirtscher. Die beiden jungen Damen haben sich dabei sicherlich zu Österreichs bestem Damen-Team entwickelt, denn sie konnten zuletzt bei der FIZZERS-Karawanken-Classic 2019 den 6. Rang in der Gesamtwertung einfahren und finden sich fast immer unter den Top-10 in der Gesamtwertung!

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Birgit Fellner hat viel Spass im Ferrari Ferrari 400i,Baujahr: 1983

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Anna-Sophia Fellner, erste Lehrjahre im Puch 650 TR von Vizenz Pippan

Über seine Rarität berichtet Gebhard Fellner. „Das Fahrzeug stammt aus 2. Besitz in Savona/IT und hat noch die originale Zulassung von 1931 in Mailand. Es wurde vor 40 Jahren zuletzt restauriert. Damals hatte das Fahrzeug 32.600 Lira gekostet und ein Arbeit hat 100 Lira/Monat verdient! In meinem Besitz befindet sich auch ein Royal Cabrio von dieser Version, von dem sind nur 4. Stück bekannt und das wird gerade für eine Weltreise restauriert und vorbereitet.

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1899 gehörte Giovanni Agnelli zum Kreis der Gründungsmitglieder von FIAT, der „Fabbrica Italiana di Automobili Torino“. Das erste Fiat-Werk wurde 1900 mit 35 Mitarbeitern eröffnet, die 24 Autos herstellten. Von Anfang an machte Fiat Gewinn und produzierte 1903 bereits 135 Autos; diese Produktion wuchs bis 1906 auf 1.149 Autos. Das Unternehmen ging dann an die Börse und verkaufte Aktien. Agnelli leitete das Unternehmen bis zu seinem Tod im Jahr 1945.

Bis 1910 war Fiat das größte Automobilunternehmen in Italien. Einen Fiat zu besitzen, war damals ein Zeichen der sozialen Status. Die Kosten für einen Fiat in den USA betrugen anfangs 4.000 $ und stiegen 1918 auf 6.400 $. Im Vergleich dazu kostete ein Ford Model T im Jahr 1908 825 $ und 525 $ im Jahr 1918.

In den frühen 1920er Jahren hatte Fiat in Italien einen Marktanteil von 80 %. 1922 begann Fiat mit dem Bau der berühmten Lingotto-Autofabrik – damals die größte in Europa – die 1923 eröffnet wurde. Es war die erste Fiat-Fabrik, die Fließbänder verwendete; 1925 kontrollierte Fiat damit 87 % des italienischen Automarktes.

Fiat verstand, dass die Verwendung des gleichen Antriebsstrangs und einer ähnlichen Konstruktion für das Fahrgestell seine Produktionskosten senken würde, also kam es 1933 auf die Idee, drei Fahrzeuge auf der gleichen Plattform zu bauen. Eine Idee, die erst viel später von anderen Autobauern übernommen wurde.

Das Modell 522 war in drei Längen erhältlich: kurz ( C ), lang ( L ) und Sport ( S ). Während die L-Version (mit langem Radstand) und der S exklusiver waren, war der C die am weitesten verbreitete Version, die sich an den Massenmarkt richtete. Die C-Version wurde auch in einigen Karosserieversionen angeboten, die von einer normalen Limousine mit vier Türen bis zu einem offenen Cabriolet reichten.

1933 begann Fiat mit der Einführung einer gebogenen Windschutzscheibe, um den Luftwiderstand zu verringern. Aber an der Vorderseite behielt es immer noch den gleichen vertikalen Kühler. Je nach Ausführung verfügt er über Scheinwerfer, die an einem Bügel oder direkt an den vorderen Kotflügeln montiert sind. Bei den viertürigen Varianten war der 522 C mit hinten angeschlagenen Hecktüren ausgestattet.

Der Innenausbau erfolgte nach Kundenwunsch, die meisten jedoch mit hochwertigen Materialien. Es war kein Mercedes-Benz, aber im Gegensatz zu seinem deutschen Konkurrenten war der Fiat einfacher zu fahren und verwendete die gleichen Materialien für die Polsterung und Holzverkleidungen rund um die Kabine.

Technische Daten/Informationen:

  • Der Fiat 522 wurde von 1931 bis 1933 hergestellt wurde.
  • Drei verschiedenen Karosserievarianten: 522C (SWB), 522L (LWB) und 522S (Sport).
  • Motor Reihensechszylinder mit 2.516 ccm
  • Leistung von 52 PS oder 65 PS (48 kW, Sportversion)
  • Viergang-All-Synchromesh-Getriebe, das seiner Zeit voraus war.
  • Produktionszahl: Fast 6.000 Exemplare des 522 wurden produziert.
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Fotos: https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Fiat_522

Was macht die „Karawanken-Classic.Historic-Spezial“ so einzigartig?

Zugelassen sind in dieser Wertung nur Fahrzeuge bis 31.12.1945. Die Strecke und die Prüfungen sind von den Teilnehmern der FIZZERS- Karawanken-Classic-Historic-Special (KC-HS) selbst frei wählbar. Es werden nur sichtbare Sonderprüfungen (Timingprüfungen) gewertet. Es erfolgt eine eigene Gesamtwertung FIZZERS- Karawanken-Classic-Historic-Special (KC-HS) ohne Klassenwertung und ohne die Sonderwertungen der sportlichen FIZZERS-Karawanken-Classic (Rooky-, Damen-, Team-Wertung)

  • Nur für Vorkriegsfahrzeuge – Fahrzeuge bis Baujahr 31.12.1945!
  • Freie Streckenwahl, man fährt nur was man dem Fahrzeug (und sich) zutraut!
  • Freier Zeitplan ohne jeglichen Vorgaben! Freie Zwischenstopps nach eigenem Ermessen! Nur die Öffnungszeiten der Kontrollpunkte sind zu beachten.
  • 40% Historic Special-Rabatt auf das Nenngeld bei voller Leistung.
  • Die wertvollen „Karawanken-Bären“ auch für die ersten drei dieser Sonderklasse!
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